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Giese, Friedrich

1870 in Stargard in Pommern geboren, studierte in Greifswald Theologie und orientalische Philologie. 1899 folgte Giese einer Berufung der Deutschen Schule nach Istanbul, an der er seine Türkisch-Kenntnisse als Oberlehrer bis 1905 praktisch erweitern konnte. Währenden seines sechs jährigen Aufenthalts in der Türkei sammelte und dokumentierte Giese zahlreiche Lieder und Erzählungen in anatolischen Dialekten des Türkischen. Als Gymnasialoberlehrer und Privatdozent für orientalische Sprachen an der Universität Greifswald gab er zusammen mit dem Ungarn Ignácz Kúnos die Zeitschrift Beiträge zum Studium der turkischen Sprache und Literatur heraus. Von 1907 bis 1914 lehrte er als Professor am Seminar für Orientalische Sprachen in Berlin. Seine Forschungen führte er zwischen 1920 bis 1936 an der Universität Breslau fort, wo er seit 1928 zum ordentlichen Professor wurde. Friedrich Giese verstarb 1944 in Eichwalde.

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