türkischdeutsche-literatur

Schrader, Friedrich

1865 in Wolmirstedt geboren, studierte Philologie, Orientalistik, Kunstgeschichte an der Universität Halle und promovierte 1889 in Indologie.
1891 nahm er Lehrtätigkeiten von bekannten privaten Schulen in Istanbul an. Von 1908 bis 1918 arbeitete Schrader als Mitbegründer und stellvertretender Chefredakteur der deutsch- und französischsprachigen Istanbuler Tageszeitung „Osmanischer Lloyd“. Schrader hat während seines Aufenthaltes in der Türkei osmanische Literatur ins Deutsche, unter anderem Romane von Ahmed Hikmet und Halide Edip Adıvar übersetzt, und berichtete über die aktuelle türkische Literatur in Zeitschriften wie „Das literarische Echo“ und dem Feuilleton bekannter Tageszeitungen wie der Frankfurter Allgemeine. 1917 widmete Schrader sich denkmalpflegerischen Interessen in Istanbul und war Mitglied der Städtischen Kommission für Denkmale in Istanbul. Einpaar Jahre später kehrte er nach Berlin zurück und verstarb 1922 in Berlin.

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