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Ritter, Hellmut

1892 in Lichtenau geboren, Bis 1913 Orientalistik-Studium in Straßburg. Er arbeitete von 1914 bis 1918 als Dolmetscher für Arabisch, Türkisch und Persisch. 1919 habilitierte er sich und nahm eine Professur an der Hamburger Universität an. 1926 zog es ihn nach Istanbul, wo er seine Forschungen auf türkische Handschriftensammlungen  des zentralen Archivs des Osmanischen Reiches fokussierte. Er sorgte mit seinen Publikationen dafür, dass die bislang nur marginal vertretenen Disziplinen Turkologie, Osmanistik und Türkeikunde verstärktes Interesse in Deutschland fanden. Ab 1935 lehrte Ritter auch als Professor für Orientalische Philologie an der Universität Istanbul. 1949 kehrte er nach Deutschland zurück und übernahm eine Professur am Orientalischen Seminar an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, wo er 1956 emeritiert wurde. Nach sieben Jahren zog er wieder nach Istanbul und nahm seine Lehrtätigkeit an der Universität Istanbul wieder auf. 1969 beendete er endgültig seine berufliche Tätigkeit und kehrte nach Deutschland zurück, wo er 1971 in Oberursel verstarb.

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