türkischdeutsche-literatur
Latife Tekin Honigberg

Der Honigberg

Übersetzer (in unserer Datenbank):

Zürich, Unionsverlag, 1987, 128 S.
Abenteuerlich-windschiefe Häuser entstehen über Nacht auf der Müllhalde einer türkischen Großstadt. Der Sturm rupft an den Pappwänden, schließlich reißt er die Dächer davon, doch die Bewohner bleiben. Die Siedlung wächst stetig, und die Menschen trotzen dem Wind und den unermüdlichen Versuchen der Stadtherren, die Hütten niederzuwalzen. Frauen und Kinder sammeln und sortieren Müll, die Männer stehen Schlange vor Fabriken, die sie „Lungenschaden“ oder „Taubes Ohr“ nennen. Auf dem „Honigberg“ entstehen Kaffeehäuser, Bordelle, Moscheen; man lebt Tür an Tür mit Geistern und Dämonen, es wird gestreikt, gesungen, betrogen... Latife Tekins sprühender Roman entführt in eine Welt voller Burlesken, Tragödien und Romanzen. „Ein phantastisches Gebräu aus Mythen, Aberglaube und Parteienstreit.“

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