türkischdeutsche-literatur

Seelenfrieden

türkischer Titel: Huzur (Istanbul, 1949)
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Roman
Nachwort von Wolfgang Günter Lerch
Zürich, Unionsverlag, 2008, ca. 576 Seiten (Vorankündigung)

Der junge Historiker Mümtaz hat eine geradezu osmotische Beziehung zu der alten, vom Verfall bedrohten Sultansmetropole, zum Basar voller rätselhafter Dinge, zur Poesie und zur klassischen türkischen Musik. Als er Nuran kennenlernt und in ihr eine Seelenverwandte erblickt, vereinen sich in dieser Liebe einen Sommer lang all die Elemente der alten osmanischen Kultur zu einem ästhetischen Ganzen. Doch da taucht eines Tages der todkranke Suat auf, Studiengefährte und Rivale von Mümtaz. Wie ein Dämon möchte er alles Alte zerstören, um einen neuen Menschen zu schaffen. Durch die zynische Inszenierung seines Selbstmords zerstört er die Liebe zwischen Mümtaz und Nuran. Suat verfolgt fortan Mümtaz als Wiedergänger durch die Straßen Istanbuls. Als im Radio der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gemeldet wird, scheint der böse Geist endgültig gesiegt zu haben.

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