türkischdeutsche-literatur
Cetin Oener Tscherkesse

Der letzte Tscherkesse

Übersetzer (in unserer Datenbank):

Frankfurt a. M.: Literaturca – Verlag, 2004, 137 S., ISBN3-935535-08-2
Der letzte Tscherkesse ist ein Roman, der die einstigen Bewohner eines Bergdorfs in der Südtürkei, tscherkessische Flüchtlinge aus dem Kaukasus, lebendig werden lässt. Der nicht ganz leichte Alltag verläuft hier sehr naturverbunden und beinahe romantisch. Tiere, allen voran Pferde, sind vertraute Begleiter der Menschen, stehen im Mittelpunkt aller Überlegungen und für den Jungen Nefo sind sie sogar Vorbild. Nefo glaubt, selbst ein Zelterfohlen zu sein und so rennt er den ganzen Tag sorglos herum...
Aus dem Blickwinkel des Jungen Nefo erzählt, ist diese Geschichte völlig frei von nationalistischen Tönen, vielmehr ist sie eine anmutige Erzählung, die tief berührt, Sehnsüchte weckt und Respekt vor diesen Menschen aus der Vergangenheit auslöst. In der meisterhaften, höchst einfühlsamen Übersetzung von Cornelius Bischoff ist die Lektüre zudem ein Lesevergnügen ersten Ranges.

Zurück