türkischdeutsche-literatur

Die Erzieherin

türkischer Titel: Mürebbiye (1899)
Übersetzer (in unserer Datenbank):

Roman
 O. O., 1907
Satirischer Roman von Hüseyin Rahmi Gürpinar, zuerst erschienen 1898. „Der Autor will in diesem Werk einen Beitrag zur türkischen Selbstkritik leisten, indem er die komischen Auswüchse des „Westlertums“ karikiert. Die osmanischen Türken, die bis in die Mitte des 19. Jhs. an ihren traditionellen Lebensformen festgehalten hatten, entschlossen sich unter dem Eindruck zunehmender militärischer Rückschläge zur Übernahme europäischer Wissenschaft und Technik. Diese Bewegung zeigte bald die Tendenz zu einer Imitation des Westens auf allen Gebieten, und mit den nützlichen Auswirkungen ... drangen zwangsläufig auch schädliche Einflüsse ins Land. Darunter litten der auf überkommenen Wertmaßstäben beruhende Moralkodex, die Institution der Familie und verschiedene Bereiche des sozialen Lebens. Manche türkischen Autoren haben in Schauspiel und Roman diese negativen Einflüsse heftig kritisiert und der Lächerlichkeit preiszugeben versucht; Gürpinars Mürebbiye verdient vor allem unter diesem Gesichtspunkt Beachtung.“ (B. Atsiz in Kindler)

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