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Arif, Ahmed

Ahmed Arif, mit bürgerlichem Namen Ahmed Önal, wurde am 21. April 1927 in Diyarbakır geboren und starb 1991 in Ankara. Seine Kindheit bis zum Ende der fünfjährigen Grundschule verbrachte er in Kurdistan. Dort wuchs Ahmed Arif unter verschiedenen kulturellen Einflüssen auf, was dazu führte, dass er als Kind neben der offiziellen Staatssprache türkisch auch die kurdischen Sprachen Zazayi und Kurmancí sowie in Harran Arabisch lernte.

Ahmed Arif lernte nicht nur die Sprachen seiner Umwelt, sondern auch die Lebensweisen und Probleme der Menschen seiner Umgebung kennen und diese Menschen lieben, was in seiner Dichtung zum Ausdruck kommt, in der er sich auf die Seite der Unterdrückten stellt, weshalb er sich mit Nâzim Hikmet vergleichen lässt. Allerdings entstammt Ahmed Arif einer noch größeren kulturellen Vielfalt. Wo er heranwuchs existieren mehrere unterschiedliche Kulturen nebeneinander: die arabische Kultur, aus Mesopotamien kommend, die Kultur des kurdischen Volkes, die sich von Nordosten aus in den Süden ausbreitet, die tscherkessische sowie die türkische Kultur.

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