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Hasan Dewran

Dewran, Hasan

Hasan Dewran, geboren 1958 in Dersim (Tunceli) in der Osttürkei, kam 1977 in die Bundesrepublik. Er ist Psychotherapeut und Schriftsteller. Seine Texte verfasst Hasan Dewran in drei Sprachen: in Deutsch, Türkisch und in seiner Muttersprache Zazaki. „Voller Neugier blickt Hasan Dewran auf die zahllosen Facetten menschlicher Existenz: mal lakonisch-melancholisch, mal voller Freude und Zuversicht.

Zyklische Naturbilder, Aphorismen, philosophische Betrachtungen, kritische Gedanken, ironische Wendungen, intensive Sprachbilder – all das findet sich in seinen Gedichten. Eine Fundgrube an Anstößen und Anregungen für den, der sich auf dieses Leseabenteuer einlässt“ (V. Brandes).

Hasan Dewran lebt und arbeitet in Mannheim.

Werke

Gedichte

Mit Zeichnungen von Siegfried Schulze.

Neu überarbeitete Auflage. Frankfurt am Main: Brandes und Apsel Verlag 1995. 76 Seiten. ISBN 3860994433

Feuer seit Zarathustra

Gedichte, Aphorismen und ein lyrisches Märchen

Frankfurt am Main: Brandes und Apsel Verlag 1992. 86 Seiten. ISBN 3860994255

Lyrik und Musik in der Zaza-Sprache. (CD)

rankfurt am Main: Brandes und Apsel 2001.ISBN 3-86099-221-X

Gedichte

Frankfurt am Main: Brandes und Apsel Verlag 1998. 120 Seiten.ISBN 978-3-86099-464-1

Gedichte und lyrische Texte. (CD)

Frankfurt am Main: Brandes und Apsel 2001.ISBN 3-86099-221-X

(Nasreddin Hoca)
„Der Sarkophag Nasreddin Hodscha in Aksehir, wo er gestorben ist und noch heute sein Grab gezeigt wird, trägt eine Inschrift mit dem Todesdatum 386; wenn man es, sozusagen als letzten Scherz des türkischen Eulenspiegel, von hinten liest, ergibt sich das wirkliche Sterbejahr: 683 mohammedanischer Zeitrechnung (1284/85). Geboren wird er 1208 in Horto, einem Dorf bei Sivrihisar in Westanatolien. Jahrhundertelang werden die Schwänke und Anekdoten dieses „Volksphilosophen“ ausschließlich mündlich überliefert. Von den im Umlauf befindlichen Schnurren werden ihm etwa dreihundert zugeschrieben. Die älteste Handschrift, die sich heute im Besitz der Leidener Universitätsbibliotkek befindet, stammt aus dem Jahr 1625.
„..Die erste deutsche Ausgabe erscheint 1855 und steht in Österreich lange Zeit auf dem Index verbotener Bücher, getreu der Überzeugung des königlich-bayerischen Universitätsdozenten Hermann Ethé, der 1872 über diese literarischen Kleinode schreiben wird: „Nur eine verhältnismäßig geringe Anzahl derselben hält sich in den Grenzen des Anstandes.“ Seitdem hat das Werk Nasreddin Hodschas in Hunderten von Ausgaben Verbreitung gefunden; daneben lebt es aber auch in der mündlichen Tradition weiter. Nasreddin Hodscha wirkte nicht nur über den türkischen Sprachraum hinaus — er überwand sogar Religionsgrenzen. Seine Geschichten sind auf dem Balkan, im Kaukasus, an der Wolga, auf der Krim, in der Ukraine und Südsibirien ebenso bekannt wie in Nordafrika und Süditalien; sie drangen bis an die Grenzen Chinas vor...“57
Zu Nasreddin Hodscha vgl. auch:
W. v.Camerloher: Meisters Nasreddins Schwänke. Auswahl und Übersetzung: Triest, 1855
G. Hetzel: Ein Heiliger, der kein Heiliger war. Schwänke aus dem Leben des Hodschas Nasreddin. Potsdam,1931
Leonid Solowjow: „Die Schelmenstreiche des Hodscha Nasreddin“, Frankfurt a. M., Fischer, 1990, 320 S.
Otto Spies: Hodscha Nasreddin, Ein türkischer Eulenspiegel, Berlin, Weltgeist, 1920
Albert Wesseleski: Narren und Gaukler, Bd.III und IV Der Hodscha Nasreddin, Weimar, Duncker, 1911
Der Hodscha Nasreddin. 515 Schwänke. 2 Bde., Weimar, 1921
Irene Witzel: Der Hodscha Nasreddin in der persischen und türkischen Volksdichtung. Diss., Tübingen, 1948

Gedichte und Aphorismen

Illustrationen von Kemal Süzgeç

Berlin: Edition Orient 1988. 64 Seiten. ISBN 3922825354

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