türkischdeutsche-literatur

Yurdakul, Mehmed Emin

Geboren 1869, gestorben 1944 in Istanbul. „Der völlige Umbruch, die Lösung von der überkommenen Form, von der hohen Dichtersprache, lässt sich am besten in den Versen Mehmed Emins, eines Fischersohnes, ablesen, der, anknüpfend an die alte Volksliedtradition, die silbenzählende Metrik erstmalig in der Kunstlyrik verwandte und in einfachem, ungemischtem Türkisch das Landleben, das Elend der unteren Schichten schilderte, freilich mehr didaktisch als lyrisch — aber das außerordentliche Interesse, das seine Gedichte bei seinen Landsleuten und dann bei abendländischen Orientalisten erweckt haben, ist doch ein Hinweis auf seine Wichtigkeit.“

Werke

In: Deutsche Levante Zeitung, 6. Jg., Nr. 8, Hamburg, 16. April 1916

In: Sirene. Zeitschrift für Literatur.
7. Jahrgang, Nr. 12/13, 1994

Mit neun Holzschnitten von Doris Kahane
Hrsg. von Annemarie Bostroem
Berlin/DDR, Volk und Welt, 1959, 140 S.

In: Wespennest 148 Türkei. August 2007.
Weitere Beiträge von: Elif Shafak, Ayfer Tunc, Ahmet Büke, Murat Gülsoy, Ahmet Ümit, Izzet Yasar, Hasan Ali Toptas, Birhan Keskin, Nese Yasin und Sema Kaygusuz.

„Mein Vater sagt, dass jeder Mensch sein Land lieben soll.
Mein Land ist in zwei geteilt.
Welchen der beiden Teile soll ich lieben?“

In: Österreichische Rundschau,
15. März 1916
Aus dem Osmanenreiche. Literarische Beiträge. Gesammelt von Dschelal Sahir.
Mit einer Einleitung von Universitätsprofessor Dr. Friedrich von Kraelitz-Greifenhorst. (Inhalt s. Anthologien)

In: Mitteilungen des Seminars für Orientalische Sprachen
Berlin, Kommissionsverlag von Georg Reimer, 1910, 51 S.54

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