türkischdeutsche-literatur

Uyar, Tomris

1941 - 2003

Tomris Uyar 1941-2003, geboren als Tochter eines Juristen, gestorben in Istanbul. Sie absolvierte das Amerikanische Mädchen College in Arnavutköy/Istanbul, studierte Publizistik und begann während ihrer Studienzeit zu schreiben. Mitte der Sechzigerjahre veröffentlichte sie ihre ersten Kurzgeschichten, Essays und Literaturkritiken in verschiedenen Literaturzeitschriften und übersetzte aus dem Englischen. Thematisch konzentrierte sie sich auf den gesellschaftlichen Wandel, besonders innerhalb der Familie und der Welt der Frauen. 1969 heiratete sie den Lyriker Turgut Uyar (1927—1985), einen der führend Köpfe der Zweiten Neuen Bewegung, die Tomris Uyar beeinflusste: Die Welt erscheint in realistischen Segmenten aus der Sichtweise des Individuums, erlaubt sind sprachliche Freiheiten, ungewohnte Assoziationen, neuartige Bilder und logische Brüche.

Werke

Erzählung
In: Aufbruch aus dem Schweigen, S. 114-119, bzw. in: Frauen in der Türkei, S. 124-129

Erzählung
In: Entschleierung, S. 187-199,
in: Çagdas Türk Öyküleri, S. 116-137

In: Moderne türkische Erzählungen,
S. 20-43

Erzählung
In: Geschichten aus der Geschichte der Türkei, S. 218-224

Erzählung
In: Jedem Wort gehört ein Himmel,
S. 43-53

In: Von Istanbul nach Hakkari,
S. 207-218

Traumverkäufer

Kurzgeschichten
Frankfurt a. M.: Literaturca-Verlag, 2001,  240 S., ISBN 3-935535-02-3
Traumverkäufer präsentiert einen Querschnitt des erzählerischen Werkes Tomris Uyars und bietet einen Einblick in mehr als 30 Jahre ihrer literarischen Tätigkeit. Getreu ihres Prinzips wurden Erzählungen ausgewählt, die um ein Thema angeordnet sind: die Veräußerbarkeit von (Lebens-)Träumen. Der Begriff „Traum” ist dabei ein weiter Sinnesrahmen, der auch nach modernen Deutungen verlangt.

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