türkischdeutsche-literatur

Tamer, Ülkü

Ülkü Tamer geboren 1937 in Gaziantep, legte die Reifeprüfung am Robert College in Istanbul ab, wo er bereits in einer Theatergruppe mitwirkte. Anschließend studierte er Journalismus in Istanbul und war von 1964 bis 1968 als Schauspieler, Verlagsleiter und Feuilletonschreiber (zuletzt vor allem für die Zeitung Radikal) tätig. Seine ersten Gedichte erschienen 1954 in der Zeitschrift Kaynak. Tamer ist vor allem als Lyriker und als Mitglied der Strömung „Die Zweite Neue“ bekannt geworden, die in den Sechziger Jahren eine hermetische Dichtungssprache entwickelte. Seine Gedichte sperren sich jedoch vor der Abstraktion und zeigen eine erfrischende Nähe zur Volkspoesie. Neben seinen zahlreichen Übersetzungen (aus dem Englischen) erschien ein Band mit Erzählungen und seinen Kindheitserinnerungen. Seine Geschichten gehören mit ihrem knappen, dichten Erzählstil und der lebendigen Atmosphäre von Gaziantep der Vierzigerjahre zu den wichtigen Werken der türkischen Erzählliteratur.

Werke

In: Von Istanbul nach Hakkari, S. 50-64

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