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Özlü, Demir

Demir Özlü wurde 1935 in Istanbul geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und einem Frankreichaufenthalt arbeitete er als Verteidiger. Nach der militärischen Machtübernahme 1971 emigrierte er nach Stockholm. Mit Ferit Edgü und Güner Sümer gründete er die legendäre Zeitschrift „Mavi“ und rief die gleichnamige literarische Bewegung ins Leben. Ab 1955 wurde er als Autor von existentialistischen und surrealistischen Romanen bekannt, die das Leben und Lieben in der Großstadt thematisieren. 1989 erhielt Özlü den bedeutenden Sait-Faik-Preis und im darauffolgenden Jahr den Orhan-Kemal-Romanpreis für „Bir Yaz Mevsimi Romansı“ (1990: Eine Sommerromanze). In den achtziger Jahren war Demir Özlü Stipendiat des Künstlerprogramms des DAAD und zu Gast in Berlin, einer Stadt, die er auch später immer wieder bereist hat. Özlü lebt seit 1979 mit seiner Frau und zwei Söhnen in Stockholm und ist seit 1990 wieder häufig zu Gast in seiner Heimatstadt Istanbul.

Werke

Mit 16 Fotos von Renate von Mangoldt
Berlin, Literarisches Colloquium, 1994, 92 S. (Text und Porträt 8),
ISBN 3 351 02808 3
Entstanden in Zusammenhang mit dem Aufenthalt des Autors als DAAD-Stipendiat in Berlin.

Der Beginn einer Liebe: Geschichten aus Istanbul

Erzählungen
Mit einem Nachwort der Autorin.
Frankfurt a. M.: Literaturca-Verlag, 2002, 144 S., ISBN 3-935535-04-X

In: Geschichten aus der Geschichte der Türkei, S. 200-206

In: Akzente. Heft 6 / Dezember 1980,
S. 518-525

Ein Istanbuler Traum

Illustrationen von Seyma Soydan
Frankfurt a. M., DagyeliVerlag, 1987,
64 S., ISBN 3-924320-07-1

Erzählung
In: Türkische Erzählungen des 20. Jahrhunderts, S. 159-180

In: Die Türkei erzählt, S. 199-205

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