türkischdeutsche-literatur

Öner, Çetin

Geboren 1943 in Adana. Arbeitete als Journalist, Schauspieler, Regisseur und künstlerischer Leiter am Kunsttheater in Ankara. Veröffentlichte Kinderbücher und einen Jugendroman.

Werke

Der letzte Tscherkesse

Frankfurt a. M.: Literaturca – Verlag, 2004, 137 S., ISBN3-935535-08-2
Der letzte Tscherkesse ist ein Roman, der die einstigen Bewohner eines Bergdorfs in der Südtürkei, tscherkessische Flüchtlinge aus dem Kaukasus, lebendig werden lässt. Der nicht ganz leichte Alltag verläuft hier sehr naturverbunden und beinahe romantisch. Tiere, allen voran Pferde, sind vertraute Begleiter der Menschen, stehen im Mittelpunkt aller Überlegungen und für den Jungen Nefo sind sie sogar Vorbild. Nefo glaubt, selbst ein Zelterfohlen zu sein und so rennt er den ganzen Tag sorglos herum...
Aus dem Blickwinkel des Jungen Nefo erzählt, ist diese Geschichte völlig frei von nationalistischen Tönen, vielmehr ist sie eine anmutige Erzählung, die tief berührt, Sehnsüchte weckt und Respekt vor diesen Menschen aus der Vergangenheit auslöst. In der meisterhaften, höchst einfühlsamen Übersetzung von Cornelius Bischoff ist die Lektüre zudem ein Lesevergnügen ersten Ranges.

Gülibik, der Hahn

Kinderbuch
Bilder von Orhan Peker
Mondantal-Neunkirchen, Anrich Verlag, 1977

Bilder von Orhan Peker
Mülheim a. a. Ruhr, Verlag an der Ruhr 1993. 86 S., ISBN 3-86072-112-7
Das Buch schildert das Leben eines türkischen Jungen auf einem Bauernhof im anatolischen Hochland. Die Eltern sind sehr arm, Kinderspielzeug gibt es nicht, also wird der Hahn Gülibik zum Spielzeug – ja mehr noch ... er wird für den Jungen zum vertrauten Freund. Er lebt und leidet mit dem Tier, hilft ihm, eine Krankheit zu überstehen, rettet ihn vor dem Verkauf ... schließlich muss er aber doch seinen Tod miterleben: In der Hoffnung auf Gewinn opfert der Vater den Hahn in einem landesüblichen Hahnenkampf.

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