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Levi, Mario

Mario Levi, geboren 1957 in Istanbul, stammt aus einer jüdischen Familie. Er wuchs in Istanbul auf, wo er das französische Saint-Michel-Gymnasium besuchte und anschließend an der Universität Istanbul ein Romanistikstudium absolvierte. Levi war eine Zeit lang der verantwortliche Redakteur für die Kulturseite der Zeitung der jüdischen Minderheit in Istanbul, „Salom“, und Mitglied des Redaktionsvorstands der Zeitschrift „Hokka“. Er lehrt an der Yeditepe-Universität in Istanbul Kommunikationswissenschaften. In seinen Romanen und Kurzgeschichten, die geographisch alle in Istanbul angesiedelt sind, bemüht er sich um eine Vermittlung des Lebensgefühls von nichtmuslimischen Bevölkerungsgruppen in der Türkei. Mario Levi erhielt 1990 für seine Kurzgeschichte „Bir Şehre Gidememek“ (Nicht in eine Stadt fahren können) den Haldun-Taner-Preis für Kurzgeschichten und für seinen Roman „Istanbul Bir Masaldi“ (Istanbul war ein Märchen) den Yunus-Nadi-Romanpreis.

Werke

Istanbul war ein Märchen

Berlin, Suhrkamp, 2008, 845 S.,
ISBN 978-3518419978
Istanbul war ein Märchen beschreibt die Stadt seiner Kindheit. Er führt uns durch die steilen, verschlungenen Gassen die Stadt hinauf und hinab zu den Ufern des Bosporus, erzählt vom Miteinander der unterschiedlichen Völker und Kulturen, von Juden, Griechen, Armeniern und Türken.

In: Liebe, Lügen und Gespenster, S. 240-255

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