Özdoğan, Selim
Selim Özdoğan wurde 1971 in Köln geboren. Nach dem Abitur studierte er Völkerkunde, Anglistik und Philosophie, brach sein Studium jedoch ab. 1995 legte er sein Debütroman „Es ist so einsam im Sattel seit das Pferd tot ist“ vor. Der Roman avancierte schnell zum „...Kultbuch der Szenegänger und Steppenwölfe, der Nachtlichter und Zitatenjäger.“ (jfk 98,2) 1996 erschien der Road-Roman „Nirgendwo & Hormone“. In „In Ein gutes Leben ist die beste Rache“ (1998) präsentierte Özdoğan eine eher zusammengewürfelt erscheinende Sammlung von Kurzgeschichten, von denen er in einigen sein Erstaunen darüber zum Ausdruck bringt, wie einfach es ihm gelungen war, ein Schriftsteller zu werden. Sein Roman „Im Juli“ (2000) basiert auf dem Drehbuch des gleichnamigen Kinofilms von Fatih Akın.
Nach einem weiteren Kurzgeschichtenband und drei Romanen veröffentlichte Özdoğan einen Roman, in dem er sich einem völlig neuen Thema öffnete. In „Die Tochter des Schmieds“(2005) erzählt er die Geschichte von Gül, einem jungen Mädchen, das in einem kleinen anatolischen Städtchen aufwächst. Darauffolgend erschien 2006 „Tourtagebuch“, in dem Özdoğan in seiner typisch direkten Art über seine Lesereisen berichtet.
1996 erhielt er den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler, 1999 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Selim Özdoğan lebt und arbeitet in Köln.
Werke
Kurzgeschichten
Berlin: Aufbau-Verlag 1998. 160 Seiten. ISBN 3746614791
Roman
Berlin: Aufbau Verlag 2002. 218 Seiten. ISBN 3351029438
Roman
Berlin: Rütten & Loening 1995. 171 Seiten. ISBN 3352004854
Roman
Hamburg: Europa Verlag 2000. 178 Seiten. ISBN 3203752603
Roman
Berlin: Aufbau-Verlag 3. Aufl. 2001. 244 Seiten. ISBN 3746617219
Roman
Berlin: Rütten & Loening 1996. 222 Seiten. ISBN 335200529X
Berlin: Aufbau Verlag 2006. 188 Seiten. ISBN 978-3936054057
Kurzgeschichten
Berlin: Aufbau Verlag 2003. 222 Seiten. ISBN 3746619173


