türkischdeutsche-literatur

Akçam, Dursun

1930-2003

Der 1930 in einem kleinen anatolischen Dorf geborene Dursun Akçam arbeitete als Lehrer und Publizist. Er schrieb für die Zeitschriften „Milliyet“ und „Cumhuriyet“ und war 1979 Mitbegründer und Herausgeber von „Demokrat“, einer linksorientierten Zeitschrift, nach deren Verbot im Jahr 1980 Akçam nach Deutschland kam.

In seinem ersten deutschsprachigen Buch „Deutsches Heim – Glück allein“ (1982) beschreibt der Autor „Wie Türken Deutsche sehen“. Das Buch wurde später von Mark Terkessidis mit dem weitaus bekannteren Text „Kanak Sprak – 24 Misstöne vom Rande der Gesellschaft“ (1995) verglichen.

In den Jahren 1985-1995 setzte er sich für interkulturelle Verständigung zwischen Türken und Deutschen in den Bücherhallen Wilhelmsburg, Kirchdorf und der Zentralbibliothek der Hamburger Öffentlichen Bücherhallen ein. Damit bewirkte er unter anderem, dass die Hamburger Bücherhallen zu einem „Treffpunkt für Türken und Deutsche“ wurden. Der Autor erhielt mehrere Auszeichnungen für sein schriftstellerisches Schaffen.

1995 wurde der Schriftsteller pensioniert und ging in die Türkei zurück. Er starb am 19. September 2003.

Werke

Deutsches Heim – Glück allein. Wie Türken Deutsche sehen.

Bornheim-Merten: Lamuv Verlag 1982. 285 Seiten. ISBN 3921521440.

Göttingen: Lamuv Verlag 1993. 255 S. ISBN 388977346X

Die in der Bundesrepublik lebenden Türken haben uns etwas zu sagen, sie haben Schmerzen, Gefühle und Sehnsüchte! Was denken also Menschen, die seit vielen Jahren Ziele von Angriffen sind? Wie bewerten sie die deutsche Gesellschaft, ihre deutschen Mitbürger? Hier begegnen wir Erfahrungen, die unser eigenes Leben verändern können. (Klappentext)

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