türkischdeutsche-literatur

Günetekın, Resat Nuri

1889 - 1956

Geboren 1889 in Istanbul, gestorben 1956 in London. Studium im Fachbereich Literatur an der Universität Istanbul; Lehrtätigkeit; Inspektor des Ministerium für Kultur; 1939-1943 als Abgeordneter in Ankara; als Kulturattaché in Paris; im Jahre 1954 wurde er pensioniert. Mit seinen populären Gefühlsromanen zählt R. N. Güntekin zu den meistgelesenen Autoren der Türkei. Größere Publikumserfolge als mit seinen späteren sozial-realistischen Thesenromanen, die er unter dem Einfluss Emile Zolas schrieb, erlangte Güntekin mit Werken, die in der zwischenmenschlichen Gefühlswelt zu Beginn des Jahrhunderts angesiedelt sind. In einer ungekünstelten, schmucklosen und alltäglichen Sprache schildert er seine Eindrücke, Gefühle und die sozialen Probleme; die er aufgrund seiner beruflichen Aufgaben erlebt und aus der Nähe kennengelernt hat.

Werke

Der Roman eines türkischen Mädchens.
Leipzig, A. H. Payne Verlag, 1942, 440 S.
„Diese schlicht erzählte Liebesgeschichte, in die — wenn auch manchmal recht dilettantisch — kritische Bemerkungen über die sozialen und die bürokratischen Zustände in der Türkei vor 1914 eingeflochten sind, zählt zu den beliebtesten Romanen Güntekins, der spannend zu berichten und psychologisch geschickt die Sympathie des Lesers zu gewinnen weiß.“ (A. Ko. in Kindler) „...Kulturgeschichtlich interessant für den ausländischen Leser sind viele gut gezeichnete Szenen und Stimmungen aus dem Volksleben, in denen sich Charakter und Sitten des Volkes offenbaren.“ (O. Spies)

Fünf Erzählungen
In: Das Blutgeld und andere türkische Novellen, S. 104-13328

Drei Erzählungen.
In: Das Geisterhaus. Türkische und ägyptische Novellen, S. 68-92

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